Start
Dresden-Reise vom 18.-24.07.2011
September 2011

Für unsere Fahrt nach Eisenach, ins Erzgebirge und nach Dresden hatten wir für einen einzigen Tag dringend schönes Wetter erbeten. Aber diese Bitte wurde nicht erfüllt. So musste die Wanderung zum Prebischtor bei Herrnskretschen (Hrensko) in der Böhmischen Schweiz leider ausfallen.

Wir fuhren am Montag nach Eisenach und waren mitten in der Stadt einquartiert, direkt neben dem Bachhaus. Am Dienstag besuchten wir die Wartburg und hörten die Erzählungen von der Landgräfin Elisabeth von Thüringen und von Walter von der Vogelweide, natürlich von Martin Luther, der als Junker Jörg getarnt dort das Neue Testament ins Deutsche übersetzt hat.

Weil wir früh dran waren, machten wir auf der Fahrt nach Zwickau Halt in Erfurt, um uns den Dom, die Severikirche und die Krämerbrücke anzusehen. Das leibliche Wohl mit Thüringer Rostbratwürsten kam dabei nicht zu kurz.

In Zwickau erlebten wir im Dom St. Marien eine ausgezeichnete Führung. Die Pieta von Peter Breuer (1472-1541) und eine doppelt gewendelte Wendeltreppe zum Schrein vom Heiligen Grab haben mich besonders beendruckt.

Im Hotel Lay-Haus in Limbach-Oberfrohna erlebten wir einen gemeinsamen gemütlichen Abend, an dem wir auch den zum Haus gehörigen Felsenkeller besichtigen konnten.

Der Mittwoch führte uns nach Annaberg zur St.-Annen-Kirche und nach Freiberg zum Dom. Die filigran gestalteten Decken-rippen als kunstvolles Schleifenmuster in Annaberg, reich ausgestattet mit dem berühmten Gemälde von Hans Hesse, der Bergaltar, mit den in Stein gehauenen Bildern der biblischen Geschichte und der Darstellung der Lebenalter; und die Tulpenkanzel in Freiberg, der romanischen Goldenen Pforte von 1225 wurden gekrönt mit Orgelmusik der großen Silbermannorgel.

Am Donnerstag änderten wir das Programm wegen des schlechten Wetters, lernten die Stadt Dresden im Zentrum kennen und ließen uns beeindrucken vom Schloß Pillnitz und dem Örtchen Weesenstein mit seinem Schloß, das so sehr unter dem Jahrhunderthochwasser 2002 gelitten hat. Die sachkundige Führung von Pfarrer Berthold, den ich als Nachbarn seit 1976 kenne, war ein guter Ausgleich für die ausgefallene Wanderung.

Der Freitag brachte neben der Stadtrundfahrt und Museumsbesuchen die ersehnte Führung in der Frauenkirche (Unser lieben Frawen).

Am letzten Tag boten wir ein Erlebnisfahrt nach Meissen (Porzellanmanufaktur, St. Afra, Dom, Albrechtsburg) und zum Landschloss Rammenau bei Bischofswerda an. 

Auf der langen Heimreise unterbrachen wir in Mödlareuth, wo man ein während des Eisernen Vorhangs geteiltes Dorf besichtigen konnten. Ein Stück frische Dresdener Eierschecke mundete allen gegen Mittag. 

Gegen 19.00 Uhr waren wir wieder in Büsingen zurück und verabschiedeten die 5 Litzelstädter Mitreisenden. Für viele war es ein bleibendes Erlebnis.

Ulrich Henke