Aktuelles

 

Wie einst Mose mit dem Stab der Schlange zur Abwehr von Krankheit und Tod, steht heute der Pfarrer mit dem Coronastab vor der Gemeinde und achtet auf lebensrettenden Abstand...

 

Impuls für KW 21

 

Liebe Dorfgemeinschaft!

 

Ich hoffe Sie konnten sich in den vergangenen Tagen an kleinen Dingen und Geschehnissen in ihrer Umgebung freuen. Wie oft passierte es, dass sich unsere Gedanken immer wieder um bestimmte Vorkommnisse und Erinnerungen drehen. Wir sagen uns zwar: Daran will ich jetzt nicht mehr denken! Aber dann schleichen sich die unerwünschten Gedanken doch wieder in den Hinterkopf und beginnen an Herz und Seele zu nagen. Sie kennen das Phänomen vermutlich ziemlich gut. Es scheint dem Menschen eigen zu sein. Und der Angst-Begriff Corona hat es geschafft, die ganze Gesellschaft lahm zu legen. Wenn mich solche Gedankenstrudel erfassen, frage ich mich, ob das unbedingt so sein muss. Oder ob es nicht doch einen Ausweg aus der Gedankenfalle geben könnte? Also atme ich tief durch. Ich konzentriere meinen Blick auf die Blumen im Balkonkasten. Ich sehe einer Hummel beim Brummen zu. Ein schönes Bild, das Fotoalbum auf meinem Tisch lenken mich ab. Langsam komme ich auf andere Gedanken.

 

Ich stelle fest, dass ich mit belastenden Geschichten aus der Vergangenheit nicht viel anfangen kann. Gewiss, ich habe einmal darin gelebt, geredet, gedacht, gehandelt – aber das ist vorbei und kommt nie wieder. Ich kann diese bedrückenden Erinnerungen dort lassen wo sie schon lange sind: in der vergangenen Vergangenheit. Und was in der Zukunft kommen wird… Weiß ich es? Kann ich alles voraussehen, alles planen, alles kontrollieren? Andererseits kann ich mir schöne Mut machende Erlebnisse vorstellen– das hilft meiner Seele sich froh zu fühlen. Jeden Tag.

 

Die Losung für diesen Sonntag ‚Rogate-Betet‘ motiviert mich, mein Herz neu auszurichten: ‚Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen.‘ Ich kann es beinahe spüren wie eine sanfte Hand mein trauriges Herz behutsam hält und in eine neue Richtung dreht. Mit einem Mal nehme ich meine Umgebung anders wahr. Die Welt um mich herum beginnt in Gottes Farben zu leuchten. All das Schwere ist verflogen. Vermutlich hatte meine Sehnsucht schon zu Gott gebetet bevor ich es bemerkt hatte. ‚Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.‘ Wo das Herz aufblüht kann es nur noch dankbar sein und mit Gott das Leben annehmen. Der gibt uns Kraft und schöne Hoffnungen.

 

Ihr Pfarrer Matthias Stahlmann

 

 

Sonntag Exaudi

 

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Psalm 130,4

 

Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Kolosserbrief 3,13

 

In der Losung für diesen Sonntag Exaudi (Herr, höre meine Stimme) würde ich gerne das Wörtchen ‚fürchte‘ mit: ‚dass man dich ehre‘ übersetzen. Uns Menschen wird eine Neuorientierung erst dann wirklich gelingen, wenn wir uns bewusst werden, wie viele Fehler und Schuld wir im Lauf einer Woche anhäufen. Ich meine das nicht vorwurfsvoll. Es ist einfach so. Es passiert. Menschen machen Fehler, sagt ein Sprichwort. Sagt sich so. Und dient meist als oberflächliche Entschuldigung.

 

Aber ich frage: was ist eine Entschuldigung wert, wenn sie nicht mit dem Vorsatz einer nachhaltigen Gedanken- und Verhaltensänderung einhergeht? Und hier kommt der Blick nach oben ins Spiel. Wir Menschen blicken oft nur in die horizontale Ebene. Auf dieser Ebene bleibt alles gleich. Erst beim Blick in den Himmel ergibt sich eine neue Perspektive. Wer nach oben schaut, kann sich auch selbst –gedanklich - von oben betrachten. Man sieht sich in größeren Zusammenhängen und man sieht seine persönlichen Geschichten. Von oben erkennt man auch einen Weg heraus aus den eingefahrenen Bahnen. Und man kann, wenn man schon mal dabei ist nach oben zu blicken, bei Gott anklopfen und um Unterstützung anfragen.

 

Vom Himmel erfährt man dann eine sehr wichtige Nachricht: uns ist schon vergeben! Das hat Gott für uns gemacht. Denn ER weiß, dass dem Menschen nur geholfen ist, wenn er aus dem andauernden Schuldkreislauf entkommen kann. Ständige Vorwürfe und Gegenvorwürfe, das Insistieren auf vergangene Fehler macht unfrei. Sie kennen das. So ein Verhalten blockiert sämtliche Möglichkeiten für eine Veränderung im Leben. Wer dem anderen sagt: ‚So bist du! So warst du schon immer! So wirst du weiterhin bleiben!‘ gibt sich und dem anderen null Chance auf ein besseres Morgen. Verhindert die Möglichkeit für eine neue Art der Begegnung.

 

Vergebung beginnt im eigenen Herzen. Immer. Es tut gut zu glauben, dass Gott uns zutraut ein anderer Mensch zu werden. Das geht nicht von Jetzt auf Nachher. Da bin ich realistisch. So eine Veränderung vollzieht sich eher wie bei einer nachhaltigen Abnehmkur: in langsamen aber beständigen Schritten. Immer dranbleiben. Deshalb heißt es in den Spruch auch: ‚.. dass man dich ehre.‘ Ehren bedeutet, Gott in seinem Leben zulassen. Blockierendes wegräumen und Platz schaffen für ein Lied zur Ehre Gottes. Dieses Lied der Erlösung kann man sich mehrmals am Tag kurz in Erinnerung rufen und vor sich hinsummen. Das kann ein Kirchenlied sein oder ein Popsong. Und wenn man ein Rückfallgefühl aufkommen spürt, dann hilft ein Blick zum Himmel und der Ruf: Mir ist doch vergeben! Ich will ein anderer werden!

 

Der Apostel Paulus hat diese Schmerz-Seelenreise jahrelang durchlebt. Und immer wieder hat er mit seinem alten Ego gerungen. Bis er es eines Tages geschafft hatte und auf seinen Reisen den Zuhörerinnen und Zuhörern sagen konnte: Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Denn mit der Vergebung zum anderen beginnt wirklich ein anderes Leben. Die Last ist von den Schultern genommen und man kann miteinander sich am Leben erfreuen.

 

Ich vermute, wir werden dieses Vergebung-empfangen und Vergebung-weitergeben in den kommenden Monaten oft üben müssen. Zuviel Porzellan ist durch die Krise zwischen Menschen zerschlagen worden. Diffamierungen, Abwertungen, Verleumdungen, Zornausbrüche und schlimme Worte sind überall unterwegs gewesen. Ein gutes Miteinander wird uns aber gelingen, wenn wir erst kurz nach oben blicken und uns Gottes Vergebung vergewissern – und wenn wir uns dann gegenseitig anlächeln, verlegen zuerst, aber dann immer freudiger und sagen: ‚Du, ich möchte dir etwas sagen: Es tut mir Leid, was ich dir vor Kurzem an den Kopf geworfen habe. In meiner Sorge bin ich wohl über das Ziel hinausgeschossen. Ich hatte Angst. Ich wollte dir nicht wehtun. Vergib mir. Lass uns doch neu anfangen.‘

 

Alles Gute für die kommende Woche!

 

Ihr Pfarrer Matthias Stahlmann

 

PFINGSTFEST

 

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder. 1.Kön 8,39

 

Liebe Dorfgemeinschaft!

 

Es sind andere Zeiten. In den zurückliegenden Wochen haben wir erfahren, wie verletzlich wir Menschen und unsere menschliche Gemeinschaft ist. Da war bzw. ist noch die Gefahr, die von der Pandemie ausgeht. Darüber hinaus gab es die enormen Belastungen, die mit den Anordnungen der Regierung verbunden waren. Bei allen Wünschen nach mehr Öffnung des alltäglichen Lebens und der Grenzen zu den Nachbarn merken wir aber auch, wie unsicher und wie wenig belastbar die Beziehungen zu den Menschen in anderen Ländern sind. Die Politik redet wie immer großmundig von der europäischen Gemeinschaft – aber letztlich kämpft jede Nation und sogar jedes Bundesland und jeder Kanton nur für sich. Ein Wunder, dass an der Grenze von Bayern zu Württemberg keine Regimenter von König Markus aufgezogen sind. Im Laufe der Lockerungsübungen atmen wir wieder mehr Freiheit. Wir wissen das bestimmt zu schätzen. Und doch fangen die wirklich wichtigen Aufgaben jetzt erst richtig an. Unsere Gesellschaft muss anfangen die Trümmer des Lockdowns beiseite zu räumen. Wir müssen den vielen Menschen helfen, die in ihren Familien durch Leid und Sterben traurigen Erlebnissen ausgesetzt waren. Wir haben die Aufgabe, Millionen von Menschen zu unterstützen, die ihre berufliche und familiäre Existenz verloren haben. Wir haben die Pflicht, die zerbrechliche Gemeinschaft mit den Nachbarländern Europas wieder zu stabilisieren.

 

Für all das wird es keine einfachen Antworten geben. Diese Maßnahmen brauchen fundiertes Nachdenken und verantwortliche nachhaltige Beschlüsse. Manchmal werden wir etwas aus ‚good will‘ tun müssen, auch wenn wir lieber uns selbst im Vordergrund sehen würden. Politik, Nachbarschaft über die Grenzen hinweg lebt von kleinen Zeichen des Vertrauens und der Verständigung. Die Kinder, die Frauen und Männer jenseits des Rheins haben annährend die gleichen Sorgen. Ihr Leben ist nicht besser gegen Viren und Arbeitsplatzverlust gefeit als das unsrige. Und die gleiche Erkenntnis gilt auch für jeden Mitbürger in der Dorfgemeinschaft. Ganz gleich welcher Herkunft, welchen Glaubens er ist.

 

Wir feiern in diesen Tagen das Pfingstfest. Aus aller Herren Länder sind damals Pilger in die Wallfahrtsstadt Jerusalem gekommen. An einem der unzähligen Marktplätze der Stadt stehen die Jünger Jesu und feiern. Es ist eine Demonstration gegen die Angst. Gegen die Verzweiflung. Gegen den Tod. Die Jünger feiern das Leben, die Liebe, die Hoffnung und das Vertrauen in Gott. Heute würde man die mutigen Leute anzeigen. Politiker und Medien würde die Demonstration der Apostel vermutlich als eine Versammlung von ‚Verschwörungstheoretikern‘ diffamieren. Die Message, die die Jünger Jesu der Welt zu sagen hatten, war so unglaublich anders als der damalige Mainstream. Und ist es bis heute wahrscheinlich immer noch so. Was geschah bei dem Fest? Gott schenkt den Menschen seinen Heiligen Geist. Nicht der Geist der Cäsaren sollte in Zukunft den Lauf der Weltgeschichte bestimmen, sondern der Geist der Liebe, der Fürsorge, des Verständnisses, der Toleranz. In Jerusalem feierten Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen das Fest der Neuen Zeit.

 

Was nehmen wir davon mit in unsere Tage? Wie steht es um unsere Offenheit für die Weltgemeinschaft? Wie sieht es aus mit unserer Toleranz für andere Ansichten und Meinungen? Wo ist die Grenze unserer seelischen Belastbarkeit in Zeiten der grenzüberschreitenden Krise? Wie definiert sich die mittlerweile viel besungene #neue Normalität? Ich habe einen Vorschlag: wir lassen uns von dem Monatsspruch Du Gott allein kennst das Herz aller Menschenkinder inspirieren. Wir denken bei allen unseren Worten, Gedanken und Taten daran, dass Gott JEDEN Menschen liebt. Gehen wir wieder aufeinander zu. Lernen wir uns auf neue Weise kennen. Planen wir kreativ unsere Chancen. Gemeinsam wird es uns gelingen, die großen Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. In unsere Dorfgemeinschaft, in Europa und in der Welt. Mit Zuversicht, Hoffnung und mit viel Mut!

 

Alles Gute für Sie!

 

Ihr Pfarrer

Matthias Stahlmann

 

 

Impuls für den Sonntag Rogate Sonntag 17.5.

 

Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen. 1.Könige 8,58

 

Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2,6-7

 

Gelobt sei unser Herr Jesus Christus! Unser Erlöser ermutigt uns in schweren Zeiten nicht aufzugeben.

 

Ich hoffe Sie konnten sich in den vergangenen Tagen an kleinen Dingen und Geschehnissen in ihrer Umgebung freuen. Wie oft passierte es, dass sich unsere Gedanken immer wieder um bestimmte Vorkommnisse und Erinnerungen drehen. Wir sagen uns zwar: Daran will ich jetzt nicht mehr denken! Aber dann schleichen sich die unerwünschten Gedanken doch wieder in den Hinterkopf und beginnen an Herz und Seele zu nagen. Sie kennen das Phänomen vermutlich ziemlich gut. Es scheint dem Menschen eigen zu sein. Und der Angst-Begriff Corona hat es geschafft, die ganze Gesellschaft lahm zu legen. Wenn mich solche Gedankenstrudel erfassen, frage ich mich, ob das unbedingt so sein muss. Oder ob es nicht doch einen Ausweg aus der Gedankenfalle geben könnte? Also atme ich tief durch. Ich konzentriere meinen Blick auf die Blumen im Balkonkasten. Ich sehe einer Hummel beim Brummen zu. Ein schönes Bild, das Fotoalbum auf meinem Tisch lenken mich ab. Langsam komme ich auf andere Gedanken.

 

Ich stelle fest, dass ich mit den belastenden Geschichten aus der Vergangenheit nicht viel anfangen kann. Gewiss, ich habe einmal darin gelebt, geredet, gedacht, gehandelt – aber das ist vorbei und kommt nie wieder. Ich kann diese Erinnerungen, die oft so schwer sind und mich bedrücken, ich kann sie dort lassen wo sie schon lange sind: in der vergangenen Vergangenheit. Und was in der Zukunft kommen wird… Weiß ich es? Kann ich alles voraussehen, alles planen, alles kontrollieren? Doch ich kann mir schöne Mut machende Erlebnisse vorstellen und wünschen – das hilft meiner Seele sich froh zu fühlen. Jeden Tag.

 

Die Losung für diesen Sonntag ‚Rogate-Betet‘ motiviert mich, mein Herz neu auszurichten: ‚Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen.‘ Ich kann es beinahe spüren wie eine sanfte Hand mein trauriges Herz behutsam hält und in eine neue Richtung dreht. Mit einem Mal nehme ich meine Umgebung anders wahr. Die Welt um mich herum beginnt in Gottes Farben zu leuchten. All das Schwere ist verflogen. Vermutlich hatte meine Sehnsucht schon zu Gott gebetet bevor ich es bemerkt hatte. ‚Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.‘ Wo das Herz aufblüht kann es nur noch dankbar sein und mit Gott das Leben annehmen. Der Glaube an unseren Erlöser richtet uns auf. Er gibt uns Kraft und schöne Hoffnungen.

 

Könnte das eine Ermutigung sein für Ihren heutigen Tag? Ich wünsche es Ihnen von Herzen!

 

Ihr Pfarrer Matthias Stahlmann

 

 

Grüße per E-Mail

 

Liebe Gemeinde! In den vergangenen Wochen war die Dorfkirche tagsüber geöffnet. ‚Ein feste Burg‘ in schwerer Zeit. In den Schaukästen und in den Amtsblättern haben wir immer wieder ein geistliches Wort an Sie geben können. Manchmal musste es wegen der begrenzten Zeilenzahl gekürzt werden.

Wenn Sie mögen, schreiben Sie uns eine kurze Nachricht, dass Sie gerne bis zu einem Widerruf von uns Grußworte per Mail erhalten möchten. Wir senden Ihnen diese dann zu. Hier die Mailadresse für Ihren Wunsch nach Infopost: buesingen-gailingen@kbz.ekiba.de

 


Neuer Kinderchor in Gailingen

 

Die ehemalige Leiterin der Musikschule Westlicher Hegau, Frau Ulrike Brachat, Kinder aus Gailingen in die Friedenskirche ein, um einen Kinderchor zu gründen.

Weitere Auskünfte nach der Korana-Krise.

 

Wir freuen uns auf viele Kinder!

 

 

 

 

 

Weitere Angebote unter:  Angebote, Gruppen und Kreise



 

Wir weisen darauf hin, dass sich einzelne Termine gelegentlich ändern können.

           Bitte informieren Sie sich auch im Mitteilungsblatt der Gemeinde.