Eine Kirchgemeinde aber drei Kirchen.

Über 1000 Jahre ist die Bergkirche Büsingen alt!

Friedenskirche Gailingen

Bergkirche St. Michael

Dorfkirche Büsingen


Grussworte

 

Liebe Gemeinde! Grüezi!

 

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! 

Die Bibel Joh 20.21

 

Beim Schreiben des Grußwortes stelle ich mir gerade eine Szene bei einem der großen Gipfeltreffen der Regierenden dieser Welt vor. Die Herrschaften konferieren aufgeregt, jeder versucht die besten Optionen für sein Land auszuloten. Manche der Herren haben keine feinen Manieren und poltern unreflektierte Phrasen durch den Raum. Die Lage ist angespannt. Da klopft es. Die schweren Flügeltüren im Schloss werden geöffnet. Im Licht steht der Herr über die Welt. Sanftmütig lächelnd steht er im Raum. Es wird schlagartig still. Jeder im Saal weiß, wer hier zu Besuch gekommen ist. Ob die Manieren der zu Facebook-Generation gehörenden Politiker aber ausreichen, dass man aufsteht? Wie auch immer. Man hört nichts. Nur den eigenen Atem. Dann, nach einer beinahe ewig dauernden Zeitspanne, sagt der Herr nur diesen einen Satz: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! Nach wieder einer halben Ewigkeit dreht er sich um, die Türen werden geschlossen. Die Herren und die Damen von Welt sind wieder unter sich.

 

Was würde geschehen? Wie würde die Konferenz ihren weiteren Verlauf nehmen? Gäbe es Chancen auf Frieden für die Menschen? Eine ähnliche Szene kann ich mir auch in einer Familie vorstellen, die seit Jahren heillos miteinander zerstritten ist. Und auch hier die gleiche Frage: Was würde geschehen? Wie würden die Familienmitglieder reagieren? Gäbe es Chancen auf Frieden für die Kinder? Die Frau? Den Mann? Den Opa? Die Oma?

 

Losungssprüche sind eine nette Hilfe, wenn man sie liest. Aber wenn man versuchte, deren Botschaft sich vorzustellen? Wenn man Gottes Wort in sein trauriges Herz ließe? Es würde so viel geschehen. Andere Sichtweisen auf alte Probleme. Neue Verhaltensweisen in eingefahrenen Beziehungsmustern. Wir sind nicht verdammt, immer wieder die gleichen Sprach- und Handlungsmodelle anzuwenden. Gott hat uns einen ‚Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit‘ gegeben. Das ist eine super Sache! Mit diesem Kapital kann man eine Menge bewirken. Für sich persönlich. In der Familie. Auf dem Weg zur Arbeit. In der Schule. Im Betrieb. In der Gemeinde. Zwischen den Konfessionen. Zwischen den Kulturen.

 

Wenn dann noch diese Verheißung hinzukommt: Friede sei mit euch! Dann kann man auch annehmen, worum der Herr uns bittet: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! Es ist eine schöne Bitte zum Osterfest. Einen Versuch, sie umzusetzen, ist es allemal wert. Zu wem würden Sie gehen und sagen: Ich wünsche Dir Frieden? Lasst uns neu anfangen! Miteinander. Mit anderen. Für andere da sein!

 

Eine frohe Passions- und Osterzeit wünsche ich Ihnen! 

 

Ihr Pfarrer

Matthias Stahlmann

Pfarrer Matthias Stahlmann



Leerstelle

 

„Jetzt machen wir mal ein Experiment“, sagte der Professor zu uns Theologiestudenten. „Wir sprechen gemeinsam das Glaubensbekenntnis. Aber Sie sagen nur die Sätze laut, die Sie auch wirklich von ganzem Herzen glauben. Bei den anderen bleiben Sie stumm.“ Der erste Artikel wird ein voller Chor: “Ich glaube an Gott den Vater…“ Beim zweiten Artikel zu Jesus Christus bleiben die ersten Stimmen weg. „Geboren von der Jungfrau Maria“ spricht nur noch einer, bei „am dritten Tage auferstanden von den Toten“ kommen zwei weitere dazu. Erst beim dritten Artikel zum Heiligen Geist sind wir wieder vereint.

 

Später lehrte mich der Theologe Hans Küng, dass man trotz Jungfrauengeburt, Wunder und Auferweckung seinen Verstand nicht abgeben muss, um Christ zu werden, sondern ihn gerade im Gegenteil einsetzen sollte, um die hinter den Sprachbildern liegende Wahrheit zu erkennen. Auch die Auferweckung Jesu kleidete Küng in für mich ver­ständliche Worte: Eine Überwachungskame­ra an der Grabstätte hätte nichts gespeichert, was unserem Glauben heute helfen könnte. Es ist allein das Handeln Gottes, das sich im Osterglauben der Jünger zeigte und uns zur Nachfolge einlädt. Besonders nachhaltig hat mich Küngs Gedanke bewegt, dass der Glau­be an einen allmächtigen Schöpfergott erst im Auferweckungsglauben radikal zu Ende gedacht ist: Wer aus dem Nicht-Sein ins Sein ruft, der kann auch aus dem Tod ins Leben rufen.

 

Da stellt sich die Frage, die schon Gotthold Ephraim Les­sing formulierte: Wie können geschichtliche Fakten eine Wahrheit begründen, die außer­halb jeder Erfahrung liegt? Wie kann ich aus der Anschauung des Lebens Jesu darauf kommen, dass er Gottes Sohn ist? Für den Apostel Paulus ist der Gottessohn hier gewissermaßen das Modell für eine unbedingte Gottesbe­ziehung: Inniger können Mensch und Gott nicht aufeinander bezogen sein. Und damit dies nicht nur ein Modell bleibt, sondern als reale Möglichkeit ergriffen wird, braucht es eine historische Realisierung: Jesus von Nazareth. Er garantiert uns, dass Gott keine menschliche Wunschvorstellung ist, sondern eine mit unserem menschlichen Vermögen erreichbare Instanz, an die wir glauben kön­nen. Ohne Jesus bleibt über uns nur eine große Leerstelle.

 

Aus einem Artikel von F. Hofmann ‚Andere Zeiten‘ 1/18  S. 19A



Kirchengemeinderat

 

Am 1. Advent 2013 wurde der neue Kirchengemeinderat gewählt.

Er besteht aus 7 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäten und dem Pfarrer als stellvertretenden Vorsitzenden. Zum Vorsitzenden wurde wieder Dr. Psczolla einstimmig gewählt. 

 Die gewählten Mitglieder insgesamt:

  • Dr. med. Michael Psczolla
  • Pfarrer Matthias Stahlmann
  • Gunnar Lang
  • Jeannette Weiss
  • Margrith Güntert
  • Marina Disterheft
  • Doris Roller
  • Gerlinde Sperber

Vorsitzender des Kirchgemeinderates

Dr. med. Michael Psczolla

Dr. Michael Psczolla

Pfarrer Matthias Stahlmann


Gunnar Lang

Jeannette Weiss

Margrith Güntert


Marina Disterheft



Sekretariat

 

Sekretärin:

Frau Sabine Eder

Die gute Seele im Pfarrbüro. Ohne sie geht (fast) gar nichts.

Auch ihr herzlichen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz

 

Bürozeiten: Do. 15 - 17 Uhr 


Ausführliche Kontaktdaten finden Sie unter "Kontakte"!