Eine Kirchgemeinde aber drei Kirchen.

Über 1000 Jahre ist die Bergkirche Büsingen alt!

Friedenskirche Gailingen

Bergkirche St. Michael

Dorfkirche Büsingen


Grussworte

 

Liebe Gemeinde! Grüezi!

 

Vergesst die Gastfreundschaft nicht;

denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.

Die Bibel Hebräerbrief 13.2

 

Es klingelt an der Tür. Die Familie sitzt – es kommt selten genug vor – gemeinsam am Frühstückstisch am Sonntagmorgen. Im Gottesdienst war man letzte Woche, diesen Sonntag ist Familienvormittag. Vater reicht gerade das Brot herum, er ist früher aufgestanden und hat es extra im Brothüsli besorgt. Es klingelt an der Tür. Doch kein Versehen. Die Familie schaut sich fragend an. Wer könnte das sein? Oma und Opa sind auf Kreuzfahrt. Die Freunde der Kinder schlafen noch, vermutlich. Gerade wollte man über den Sommerurlaub reden. Man könnte das Klingeln einfach ignorieren. Die Tochter fragt nach der Marmelade. Es klingelt. Etwas länger. ‚Dann gehe ich einmal nachsehen‘, sagt der Vater seufzend und steht auf. Die anderen hören ihn die Tür der Wohnung öffnen, sie hören Stimmen. Schließlich kommt er zurück an den Tisch. ‚Es sind Gäste unserer Nachbarn. Sie kommen aus der Gegend um Bordeaux. Ihre Freunde sind heute Morgen etwas abholen gefahren, und sie haben bei ihrem Spaziergang leider den Schlüssel in der Wohnung liegengelassen. Sie fragen, ob sie die Wartezeit bei uns verbringen dürfen. Es wird vermutlich nicht lange dauern…‘ Der Vater schaut fragend in die Runde. Seine Familie sieht sich an. Schließlich sagt Mara: ‚Haben Sara und Abraham nicht auch einmal unverhofft Besuch bekommen? Ist doch mal spannend so ein Überraschungsbesuch. Bei uns läuft sonst ja alles immer gleich ab.‘ Die anderen stimmen zu. Der Vater bittet die Gäste herein. Man stellt neues Frühstücksgeschirr hinzu. Es gibt mehr Kaffee und sogar Kuchen. Mutter schneidet ihn an. Obwohl er für den Nachmittag gedacht war.

 

Die Geschichte hat sich auf diese Weise nicht zugetragen. Aber sie hat einen wahren Kern. Vermutlich haben Sie das auch schon einmal erlebt. Mit der Oma. Oder mit alten Freunden, die auf der Durchreise überraschend geläutet haben. Oder so ähnlich. Vielleicht haben Sie auch schon einmal die Türe nicht geöffnet, weil sie ihre Ruhe haben wollten. Oder weil sie grundsätzlich gegen Überraschungen sind. Oder weil man Fremde nicht in die Wohnung lässt. Wie es ist, man kann alles verstehen. 

 

Die Empfehlung der Losung für den Monat Juni erinnert an etwas, das eigentlich alle Menschen haben sollten; Christen eventuell besonders. Wir dürfen Vertrauen haben in Gott. Er schickt uns immer wieder einmal Herausforderungen. Wir können sie annehmen - dann nehmen wir zu an Weisheit und Erkenntnis, wie Paulus sagt. Wir machen interessante Erfahrungen und erleben vielleicht schöne Dinge. In dem Fall meiner Geschichte: die Familie saß lange mit den Gästen um den Tisch; später begrüßte man noch die Nachbarn. Und der Plan für den Sommerurlaub bekam eine unerwartete Wendung. Die Familie wurde nach Spanien eingeladen. Die unverhofften Frühstücksgäste stellte der Familie ihr Ferienhaus am Meer zur Verfügung. Eine schöne Sommerzeit für Sie!

 

Ihr Pfarrer

Matthias Stahlmann

Pfarrer Matthias Stahlmann



Leerstelle

 

„Jetzt machen wir mal ein Experiment“, sagte der Professor zu uns Theologiestudenten. „Wir sprechen gemeinsam das Glaubensbekenntnis. Aber Sie sagen nur die Sätze laut, die Sie auch wirklich von ganzem Herzen glauben. Bei den anderen bleiben Sie stumm.“ Der erste Artikel wird ein voller Chor: “Ich glaube an Gott den Vater…“ Beim zweiten Artikel zu Jesus Christus bleiben die ersten Stimmen weg. „Geboren von der Jungfrau Maria“ spricht nur noch einer, bei „am dritten Tage auferstanden von den Toten“ kommen zwei weitere dazu. Erst beim dritten Artikel zum Heiligen Geist sind wir wieder vereint.

 

Später lehrte mich der Theologe Hans Küng, dass man trotz Jungfrauengeburt, Wunder und Auferweckung seinen Verstand nicht abgeben muss, um Christ zu werden, sondern ihn gerade im Gegenteil einsetzen sollte, um die hinter den Sprachbildern liegende Wahrheit zu erkennen. Auch die Auferweckung Jesu kleidete Küng in für mich ver­ständliche Worte: Eine Überwachungskame­ra an der Grabstätte hätte nichts gespeichert, was unserem Glauben heute helfen könnte. Es ist allein das Handeln Gottes, das sich im Osterglauben der Jünger zeigte und uns zur Nachfolge einlädt. Besonders nachhaltig hat mich Küngs Gedanke bewegt, dass der Glau­be an einen allmächtigen Schöpfergott erst im Auferweckungsglauben radikal zu Ende gedacht ist: Wer aus dem Nicht-Sein ins Sein ruft, der kann auch aus dem Tod ins Leben rufen.

 

Da stellt sich die Frage, die schon Gotthold Ephraim Les­sing formulierte: Wie können geschichtliche Fakten eine Wahrheit begründen, die außer­halb jeder Erfahrung liegt? Wie kann ich aus der Anschauung des Lebens Jesu darauf kommen, dass er Gottes Sohn ist? Für den Apostel Paulus ist der Gottessohn hier gewissermaßen das Modell für eine unbedingte Gottesbe­ziehung: Inniger können Mensch und Gott nicht aufeinander bezogen sein. Und damit dies nicht nur ein Modell bleibt, sondern als reale Möglichkeit ergriffen wird, braucht es eine historische Realisierung: Jesus von Nazareth. Er garantiert uns, dass Gott keine menschliche Wunschvorstellung ist, sondern eine mit unserem menschlichen Vermögen erreichbare Instanz, an die wir glauben kön­nen. Ohne Jesus bleibt über uns nur eine große Leerstelle.

 

Aus einem Artikel von F. Hofmann ‚Andere Zeiten‘ 1/18  S. 19A



Kirchengemeinderat

 

Am 1. Advent 2013 wurde der neue Kirchengemeinderat gewählt.

Er besteht aus 7 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäten und dem Pfarrer als stellvertretenden Vorsitzenden. Zum Vorsitzenden wurde wieder Dr. Psczolla einstimmig gewählt. 

 Die gewählten Mitglieder insgesamt:

  • Dr. med. Michael Psczolla
  • Pfarrer Matthias Stahlmann
  • Gunnar Lang
  • Jeannette Weiss
  • Margrith Güntert
  • Marina Disterheft
  • Doris Roller
  • Gerlinde Sperber

Vorsitzender des Kirchgemeinderates

Dr. med. Michael Psczolla

Dr. Michael Psczolla

Pfarrer Matthias Stahlmann


Gunnar Lang

Jeannette Weiss

Margrith Güntert


Marina Disterheft



Sekretariat

 

Sekretärin:

Frau Sabine Eder

Die gute Seele im Pfarrbüro. Ohne sie geht (fast) gar nichts.

Auch ihr herzlichen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz

 

Bürozeiten: Do. 15 - 17 Uhr 


Ausführliche Kontaktdaten finden Sie unter "Kontakte"!